Bildung und Kultur
Island durchlief im 19. Jahrhundert große Veränderungen, als sich hier eine bürgerliche Gesellschaft nach europäischen Maßstäben abzuzeichnen begann, mit Handelsfreiheit, einer Geldwirtschaft und neuen Klassenunterschieden. Ideen zu demokratischen Freiheiten und Rechten fanden ihren Ausdruck in verschiedensten Vereinigungen und in Kommunal- und Parlamentswahlen. 1915 erhielten Frauen und besitzlose Arbeiter das Wahlrecht. Der Siedlungsverdichtung folgten frische Impulse in Bezug auf Theater, Musik und Presse. Die Handelsorte nahmen eine politische und kulturelle Vorreiterrolle ein und neue Erwerbszweige erforderten eine bessere Ausbildung und ein geregeltes Schulwesen.