Zimmerer
Der Schreiner Halldór Jónsson war der erste Einwohner von Ísafjörður, der sich im Stadtteil Norðurtangi ein Haus baute, das nicht auf dem Grund der Kaufleute stand. Er hatte wahrscheinlich sein Handwerk in Dänemark gelernt. 1831 erhielt er die amtliche Erlaubnis, sich in Ísafjörður niederzulassen und seinen Beruf auszuüben. Als die Stadt nach 1860 zu wachsen begann, kamen auch immer mehr Zimmerer und Schreiner. Die Holzhäuser waren anfangs recht schlicht, wurden aber mit der Zeit größer und aufwendiger, mit Dachgeschoß und Fensterstürzen. Nach 1880 gelangte das Wellblech von Schottland nach Island, mit dem schon sehr bald alle Holzhäuser verkleidet wurden. Später importierten die Wohlhabenderen stattliche Holzhäuser bereits vorgefertigt aus Norwegen, sogenannte Kataloghäuser, die man nach Preisliste bestellen konnte. Schließlich errichteten auch die einheimischen Baumeister schöne große Häuser, die immer noch den Ort prägen, erst aus Holz, später aus Beton.