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Kühlhäuser

Die Besitzer von Ruderbooten und später motorisierten Fischereibooten versuchten ständig, ihre Erträge durch Innovationen zu steigern. So zeigte beispielsweise die Erfahrung, dass die Verwendung von frischen Ködern eine der besten Methoden war, den Fang zu mehren. Durch Kühlen oder Einfrieren ließ sich Ködermaterial bevorraten und war stets verfügbar, so dass man häufiger ausfahren konnte, weil es keine Verzögerungen wegen Beschaffung frischen Nachschubs mehr gab. Die ersten Kühlhäuser bestanden aus dicken Torfwänden mit einem Kammersystem, gefüllt mit einer Mischung aus Eis und Salz. Dadurch konnte die Kälte lange gehalten werden. Solche Kühlhäuser ließen sich in jeder Fischereistation errichten, entweder in Gemeinschaftsaktion oder auf Initiative der größten Fischer-Bauern, die dann den anderen Platz darin vermieteten oder ihnen bevorrateten Köder verkauften. Als Köder wurde hauptsächlich Hering verwendet.

 

Zusatzinfo

Das erste Kühlhaus in den Westfjorden baute 1896 das Handelshaus Ásgeirsverslun im Ortsteil Neðstakaupstaður in Ísafjörður. Das Eis dafür wurde im Winter dem inneren Teil des Fjordes entnommen und auf Schlitten ins Kühlhaus gezogen. 1928 ersetzte die Kühlhausgesellschaft Íshúsfélagið Bolungarvíkur das Eis durch eine Kältemaschine, aber schon ab dem folgenden Jahr wurden viele Kühlhäuser der Region, wie in Ísafjörður und in Súðavík, mit Gefriergeräten aufgerüstet, so dass in diesen Gefrierhäusern der Fisch tiefgefroren werden konnte.

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