Deutsch

Gefrierhäuser

Zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise, als die Märkte für den Salzfisch zusammenbrachen, suchte man nach Alternativen in der Fischverarbeitung. 1936 begann man bei Íshúsfélag Ísfirðinga und in Bíldudalur mit dem Einfrieren von Fischfilets. Diese Methode fand schnell Nachahmer. Anfangs gab es nur wenige und kleine Gefrierhäuser, aber mit verbesserter Technik und neuen Geräten schritt der Ausbau zügig voran. Jeder Fjord und jede Bucht mit einer Besiedlung hatte auch ein Gefrierhaus. Zwischen 1945 und 1990 existierten zwei große Gefrierhäuser in Ísafjörður, Norðurtanginn und Íshúsfélag Ísfirðinga, und eins in Hnífsdalur, Hraðfrystihúsið.

 

Zusatzinfo

1945 waren in den Westfjorden 15 Gefrierhäuser in Betrieb. Der Export von tiefgefrorenem Fisch wuchs von 1000 t im Jahr 1936 auf 29.000 t im Jahr 1945. Der Einsatz von Hecktrawlern in Kombination mit dem Betrieb von Gefrierhäusern allerorten führte zu einer Hochkonjunktur im Fischereisektor und sorgte für wachsende Einwohnerzahlen und eine rege Bautätigkeit ab 1970. Streng reglementierte Fangmengen und die Einführung des Quotensystems bereiteten dieser großen Blütezeit jedoch bald nach 1980 ein Ende. 

Myndir með Ítarefni