Sport
Der Fußballverein Ísafjörður, gegründet 1913-1914, existierte zehn Jahre, der Fußballverein Hvöt von 1914, ein Mädchenverein, nur wenige Jahre. Den Fußballverein Hörður von 1919 gibt es aber immer noch. Der Fußballverein Vestri von 1926 wurde später in einen Schwimmverein umgewandelt. Hörður und Vestri lieferten sich jahrzehntelang auf dem Fußballplatz erbitterte Kämpfe. Eine gemeinsame Fußballmannschaft von Ísafjörður, ÍBÍ, spielte fünf Jahre hintereinander in der 2. Liga Islands, bis sie im Sommer 1962 in die 1. Liga aufrückte. 1981 schaffte sie es noch einmal in die Reihen der Besten und hielt sich zwei Jahre dort. Ein neuer Fußballplatz im Stadtteil Torfnes, 1964 eingeweiht und später mit Rollrasen ausgestattet, ist heute der Hauptspielort der Heimmannschaft. Inzwischen gibt es auch einen Kunstrasenplatz, wodurch sich die Trainingsbedingungen wesentlich verbesserten, sowie einige Boltzplätze im Stadtgebiet.
Der Skisport erfreut sich seit langem großer Beliebtheit in Ísafjörður, das viele ausgezeichnete Skifahrer hervorgebracht hat. Die Skiwoche an Ostern wird hier seit 1935 ausgerichtet. Das Seljalandsdalur hieß immer nur das Skiparadies. Als dort der erste Skilift am 7. Januar 1968 offiziell in Betrieb genommen wurde, gab dies dem Skisport in Ísafjörður einen enormen Auftrieb und machte das Skifahren hier zur beliebtesten Breitensportart.
Durch den Bau weiterer Lifte wurde das Seljalandsdalur zu einem der attraktivsten und besten Skigebiete Islands, bis 1994 eine Lawine sämtliche Liftanlagen zerstörte. Daraufhin verlegte man das Abfahrtskigebiet ins Tungudalur, während das Seljalandsdalur für die Skilangläufer beibehalten wurde.
Zusatzinfo
An Ostern 1994 wütete ein fürchterlicher Schneesturm. Am Morgen des 5. April löste sich eine gewaltige Lawine aus dem Eyrarfjall und riss sämtliche Liftanlagen, zwei Pistenraupen und das Zielhaus im Seljalandsdalur mit sich. Nur die Skihütte blieb verschont. Dieselbe Lawine machte auch fast alle Sommerhäuser im Tungudalur dem Erdboden gleich, wobei ein Mann ums Leben kam. Es war umstritten, wo das Skigebiet wieder aufgebaut werden sollte. Doch als der neue Lift im Seljalandsdalur 1999 ebenfalls einer Lawine zum Opfer fiel, war klar, dass eine andere Lösung gefunden werden musste. Heute befindet sich im Seljalandsdalur das Zentrum des Skilanglaufs, während das Tungudalur als Abfahrtskigebiet erschlossen wurde.