Presse
Politik und Presse hängen eng miteinander zusammen. Der Bezirksamtmann in Ísafjörður, Skúli Thoroddsen, gab von 1886 bis kurz nach 1900, als er schon nach Bessastaðir bei Reykjavík gezogen war, die Zeitung „Þjóðviljann“ (Volkswille) in Ísafjörður heraus. 1902 gründeten Bürger von Ísafjörður die Zeitung „Vestri“, Liberale die Zeitungen „Valurinn“ 1906-1907 und „Dagur“ 1909-1910. Es waren Plattformen zum Austausch von Nachrichten und Meinungen und in ihrer Erscheinungsform, nicht anders als heute, an zentrale Orte gebunden. Parteizeitungen wie „Skutull“, das sozialdemokratische Organ, „Vesturland“, das konservative, und „Ísfirðingur“, das sozialliberale Organ, gibt es immer noch. Andere, wie „Baldur“ für die Sozialisten, „Vestfirðingur“ für die Volksallianz und „Vestri“ für die liberalen Linken, wurden eingestellt. Nach 1957 etablierten sich unabhängige Zeitungen mit der Herausgabe von „Vestfirska fréttablaðið“ beziehungsweise später „Bæjarins besta“.