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Böttcher

Das Böttcherhandwerk gelangte mit den Kaufleuten während der Zeit des Monopolhandels nach Island. Böttcher arbeiteten für die größten Handelshäuser und stellten Fässer, Bottiche und andere Aufbewahrungsgefäße her. Fisch und Tran wurden in Holzfässern auf dem Seeweg nach Europa transportiert, Mehl und andere Waren in Holzfässern nach Island eingeführt. Böttcher war deshalb ein gefragtes Handwerk bei den Handelsfirmen. Auf Heringsfässer (Kantjes) spezialisierte Böttcher, sogenannte Trockenböttcher, verdienten während der Heringssaison gutes Geld. Sowohl Böttcher als auch Zimmerer und Bootsbauer arbeiteten alle mit Holz.

 

Zusatzinfo

Handwerker sind der Kern einer jeden städtischen Gemeinde und bilden eine eigene Berufsgruppe neben den Kaufleuten und Beamten, Arbeitern und Seeleuten. Oft gingen sie zur Ausbildung ins Ausland oder es handelte sich um Ausländer, die aus ihrer Heimat neue Arbeitstechniken, aber auch ein neues soziales und politisches Bewusstsein mitbrachten. Als Ísafjörður 1866 das Stadtrecht zugesprochen wurde, wohnten hier fünf Schreiner, zwei Böttcher, drei Schmiede, ein Segelmacher, ein Schuhmacher und ein Buchbinder. Manche waren bei den Kaufleuten angestellt, wie die Böttcher, andere hatten ein eigenes Gewerbe. 

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