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Handwerkerausbildung

1888 wurde der Handwerksverband Ísafjörður gegründet. Eines seiner Ziele war die Bildungsförderung der Handwerker. 1905 nahm die Handwerkerschule Ísafjörður als zweite im Lande ihren Unterricht auf, mit Zeichnen als einzigem Fach im ersten Winter. Im selben Herbst konnte die Abendschule der Handwerker mit finanzieller Unterstützung des Parlaments Unterricht in Isländisch, Dänisch, Englisch, Rechnen, Buchhaltung und Zeichnen anbieten. Um 1970 wurde die Handwerkerschule Ísafjörður zur Berufsschule, die als erste des Landes wie eine Fachoberschule mit mehreren Zweigen aufgebaut war. Außer Handwerk wurden Nautik, technisches Zeichen und die Grundkurse der technischen Hochschule unterrichtet sowie Maschinisten ausgebildet. 1987 legte man die Berufsschule und das Gymnasium Ísafjörður zusammen.

 

Zusatzinfo

Laut Verordnung der Abendschule der Handwerker aus dem Jahr 1905 dauerte das Schuljahr von Oktober bis April, der Unterricht hatte zwischen sieben und zehn Uhr abends stattzufinden. In den Statuten heißt es: „Ziel der Schule ist die Förderung der allgemeinen Bildung konfirmierter Jugendlicher, besonders derjenigen, die einem Handwerk nachgehen oder Handwerkern zur Hand gehen.“ Der Unterricht wurde in den Räumlichkeiten der Grundschule abgehalten unter Leitung von Árni Sveinsson, der selbst Schreiner und Kaufmann war. Zu den Schülern zählten „neben Handwerkslehrlingen Frauen und Männer, die diverser Beschäftigungen nachgehen, Hausmädchen sowie Ruderer auf Fischerbooten,“ schreibt Arngrímur Fr. Bjarnason in seiner Publikation über den Handwerksverband. 

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